“A Deep Breath Of Life” – Das Album:
„The Calling“ ist der Eröffnungstrack, welcher einen zu Beginn mit Schlagzeug-Geballer wie auf Judas Priest’s „Painkiller“-Album weckt und danach sphärisch wird, bevor er wieder losrockt und in einen mit Chören unterlegten Refrain wechselt. Danach rauscht „Pathfinder“ los, stampft zwischendurch schleppend und wird im Mittelteil durch einen ruhigen Keyboardteppich dominiert. Zum Schluss gibt’s eine kleine Überraschung, die ich an dieser Stelle nicht verraten möchte. Track Nr. drei ist „Raven’s Flight“ in der Single-Version, welchen ich bereits oben ausführlich besprochen habe. Ein typischer Crown Of Glory-Song und Sänger Henes’ Lieblingsstück auf diesem Album, eine richtige Headbanger- und
 Live-Granate wartet mit „Inspiration“ auf den Hörer, welche durch die verschiedenen Stimmungen progressiv wirkt, mit herausragenden Gitarrensolis überzeugt und mit femininem Sopran-Gesang à la Nightwish von Aline Bühler (Gates Of Oblivion) endet. „Inspiration“ ist ebenfalls der einzige Song auf „A Deep Breath Of Life“, welcher zum Schluss ausgefadet wird. Der Single-Song „Prophecy“ leitet danach über zur 7½-minütigen Version von „Save Me“. Insgesamt wirkt die Album-Version stimmiger als diejenige auf der Single, weil man dem Song Zeit gibt, sich zu entwickeln. Markus Muther meint denn auch, dass es ein Song für einen ruhigen Moment mit Wein und Kerzen ist. Wobei er meiner Meinung nach nur bedingt recht hat, denn „Save Me“ wirkt für sich so geschlossen,  dass die  Zeit wie im  Flug vorbei  geht und man (zu)  schnell beim
nächsten, von den Fans oft gewünschten Song ist: „Anthem Of The End“ ist ein altes Lied mit netten Melodien und einem typischen Power Metal-Refrain. Im Studio wurden dem Song auf hartnäckiges Drängen von Sänger Hene noch ein Satz mit Hörnern eingebaut. Ein weiteres Highlight folgt danach mit „Mirror Mirror“, welcher den politischen Aspekt des Irak-Öl-Kriegs behandelt. Er beginnt mit viel Hall auf Heinz Stimme, und im Mittelteil hört man einen Nachrichtensprecher. „Mirror Mirror“ ist der neueste Song und wurde erst kurz vor dem Studiotermin geschrieben. Der endgültige Refrain entstand dann auch erst während der Aufnahmen im Studio. Der Schluss von „A Deep Breath Of Life“ bildet der bereits zum Live-Klassiker avancierte Dreiteiler „Ikarus“, welcher für die Fans endlich aufgenommen wurde. Der Song „Ikarus“ beginnt den Reigen mystisch, wechselt in einen harten Teil mit tiefen Vocals und endet in einem unwiderstehlichen Refrain. Ein Gassenhauer mit Party Metal-Teil stellt danach „I See You Rise“ dar, welcher in „Lament Of The Wind“ übergeht. Dieser wird mit dem Geräusch einer Brandung eingeleitet und geht insgesamt in eine ähnliche Richtung wie „Save Me“, mit dem Unterschied, dass er als einziger Song nur auf Keyboard und Stimme setzt. Ein epischer Song, bei dem Sänger Hene aus den Vollen schöpft und alle Nuancen seiner gewaltigen Stimme darbietet. Danach fällt man erstmal in andächtiges Schweigen, womit das Album perfekt abgeschlossen ist.
„A Deep Breath Of Life“ ist ein Album, welches viele Überraschungsmomente aufweist, den eigenen Stil der Band zementiert und sie für höhere Aufgaben empfiehlt. Bleibt zu hoffen, dass dies endlich auch die taubstummen Plattenfirmen einsehen und der Band einen vorteilhaften Vertrag anbieten und sie angemessen unterstützen. Bleibt nur noch die Frage, wie lange wir denn auf den Silberling noch warten müssen. Gitarrist Markus nochmals: „Wir sind vom Material überzeugt und möchten es deshalb nicht zu lange unter Verschluss halten. Release wird wahrscheinlich spätestens im Herbst sein.“ Wer bis dahin nicht warten will oder kann, darf sich bereits die Single (schönes, limitiertes Digi-Pack mit 20 Min. Spielzeit!) für CHF 10.- auf der Crown Of Glory-Homepage bestellen.
 
 
Crown Of Glory "A Deep Breath Of Life"
Prelistening, 07. Mai 2007
By Roger Wetli
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