Crown Of Glory
Ziemlich genau zur Geisterstunde stieg dann der Headliner auf die Bühne und verwandelte den zum Teil arg angetrunkenen Haufen von Anfang an in einen regelrechten Moshpit. Als Opener wurde "The Limit" von der neuen CD "Spirit" gewählt und im Anschluss daran gleich der Ohrwurm "Here we are". Der Sound kam laut und deutlich und trotz etlicher Nebelschwaden der Trockeneismaschine (Scheisszeug..., denkt da eigentlich niemand an die armen Fotographen?) standen Crown Of Glory keineswegs im Dunst des Nebels, sondern powerten voll drauf los, was das Zeug hielt. Es gab kaum Verschnaufpausen bei Titeln wie "Destiny", "Immortal", "Illusions" oder "Crown Of Glory". Wo es früher noch ein wenig an der Präzision haperte, klang die Band tight wie selten.
Der neue Gitarrist "Hungi" Berglas (als Ersatz für den ausgestiegenen Cyril Montavon) darf getrost als Glücksgriff bezeichnet werden, da er sich inzwischen bestens integriert hat und sich gut mit Markus Muther (g) wie auch Tiefton-Dame Ursi Dietrich ergänzt. Auch der neue Drummer Thomas Merz (kam für Marco Heller) verrichtete seine Arbeit ohne Fehl und Tadel. Trotz der vorgerückten Zeit und dem entsprechenden Alkoholpegel war die Stimmung trotz eher tiefen Temperaturen im Zelt konstant gut, was die Band natürlich fortwährend antrieb. Sänger Heinz Muther war topfit und lieferte eine saubere Gesangsleistung ab, die eigentlich alles zwischen Growls, cleanen Vocals und gelegentlichen Screams beinhaltete. Deshalb geriet die COG-Version von "Breaking the law" nicht unerwartet am besten. Während des, respektive kurz nach Beginn des Gig's stolperte "Tschörby", ein Mitglied des OKs im Backstage-Bereich derart unglücklich über anscheinend ein Kabel, dass das Fussgelenk dabei arg in Mitleidenschaft gezogen wurde und umgehend ein Arzt aufgesucht werden musste. Dabei verpasste der arme Kerl den Titel "Crown Of Glory", offenbar seinen Lieblingssong.
Etwas später, mit den obligaten Krücken an der Hand und von Kollegen und Freunden gestützt, humpelte der Bedauernswerte wieder in Richtung Bühnenrand. Nachdem "Stand ground" von der Set-Liste gestrichen wurde, liessen sich Crown Of Glory aber nicht lange bitten, erfüllten den Wunsch postwendend und spielten das Stück somit ein zweites Mal. Tschörby dankte es mit einigen dicken Krokodilstränen aus der Mischung zwischen Schmerz und Ergriffenheit. Jetzt soll einer noch sagen, dass Metal-Musik keine Emotionen weckt! So endete das gute Konzert schliesslich nach satten 110 Minuten mit der Gewissheit, dass die Innerschweizer definitiv auf dem richtigen Weg sind! www.crown-of-glory.ch
Set-Liste: "The limit", "Here we are", "Destiny", "Immortal", "Illusions", "Crown Of Glory (1)", "Art of payback", "Spirit", "Ikarus", "Anthem of the end", "Salvation", "Dreamer", "Don't give up", "Keep the flame", "Breaking the law, "Reach the stars", "See your rise", "Crown Of Glory (2)".
 
 
 
 
 
Livereview Crown of Glory
Sumiswald Rocktober-Fest, 7. Oktober 2005
By Rockslave 
Presseseite                                                                                                                                                                            Tourberichte