SQUEALER-ROCKS.DE: Zu meiner Schande muss ich gestehen wart ihr mir bis zum letztjährigen RoA total unbekannt. Wie seid ihr überhaupt da hin gekommen, bei dem ihr ja als Opener mehr als überzeugt habt? Keiner, aber wirklich keiner ist gegangen obwohl es in Strömen geregnet hat.  

Markus: Das war eigentlich Zufall. Ich war auf´m Bang Your Head Festival, hab da unseren Chef von der Plattenfirma getroffen. Er hat uns angesprochen darauf wie es aussieht mit Konzerten und ich hab ihm geantwortet, das eine oder anderen könnten wir schon noch gebrauchen er solle bitte die Augen offen halten. Dann hat´s 20 Minuten gedauert und er hat mich angerufen, er hätte was als Opener beim RoA er müsste aber in einer Stunde Bescheid wissen. Es lief dann alles ein bisschen abenteuerlich ab. Unser Drummer befand sich im Urlaub in der Mongolei und mussten ganz kurzfristig Ersatz finden. Über Umwege fanden wir Alex Holzwarth (Rhapsody of Fire, Ex Avantasia) der sich dann bereit erklärt hat den Gig mit uns zu spielen. Er hatte nur 14 Tage Zeit unsere Songs zu üben. Eine Stunde vorm Konzert haben wir uns zum ersten Mal getroffen und dann gleich auf die größte Bühne auf der wir jemals gestanden haben.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Hat sich dadurch für euch was geändert in Punkto CD Verkauf, vermehrte Auftritte, Merchandising?  

Markus: Ich denke schon, dass sich was geändert hat. Es haben sich auf jeden Fall neue Türen geöffnet. Wir haben sehr viele neue nette Leute kennen gelernt. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.  


SQUEALER-ROCKS.DE: In diesem Jahr findet ja mit dem 10. RoA die Jubiläumsveranstaltung statt. Mit Bands die in den letzten 9 Jahren dabei waren. Dazu gab es auch eine Abstimmung auf deren Homepage. Habt ihr euch die Tage vom 31.07. – 02.08.2015 schon frei gehalten?  

Markus: Auf alle Fälle, ich glaube wir würden dann alles frei halten wenn wir da die Möglichkeit erhalten würden erneut dort aufzutreten.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Ihr seid ja schon mit einigen Größen der Szene on Tour gewesen. Mit wem und welche Tour war die bisher schönste für Euch?  

Markus: Wir waren nicht mit denen auf Tour, aber wir hatten die Möglichkeit einzelne Auftritte mit denen zu spielen. Da waren ganz tolle Namen dabei, eigentlich die Helden unserer Jugendzeit wo wir immer mal davon geträumt haben mal bei denen im Vorprogramm aufzutreten. Dabei waren Doro, Pretty Maids, Blaze Baylay, Bruce Kulick, Axel Rudi Pell und ein Festival im letzten Jahr mit Accept, Sabaton und anderen. Das waren so die Highlights.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Was mich persönlich interessiert, erzählt Doro nach dem Gig genauso viel wie auf der Bühne?  

Markus: Wir haben sie zweimal supportet. Sie ist eine ganz liebe total nett und zurückhaltend. Hat uns eingeladen auch ins Zelt zu kommen und gefragt wie´s bei uns war und zum Essen eingeladen. Sie ist ein Schatz.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Ihr wart vor Weihnachten auf Tour in Italien mit Auftritten in Modena und Brescia. Wie seid ihr dort angekommen?  

Markus: Das ist relativ schwierig, wir hatten viele Leute selber mitgebracht. Wir hatten einen eigenen Bus gechartert sind da mit einer Menge Fans von CoG hingefahren. Das war natürlich ein tolles Erlebnis drei Tage so nah mit den Fans zusammen zu sein. Die haben natürlich alles mal mitbekommen vom Aufbau, was hinter der Bühne abläuft. Man hat die Leute persönlich kennengelernt. Jeder der mitgekommen ist bekam ein besonderes T-Shirt wo drauf stand „Crew of Glory“ und ich glaub so sind wir auch nach Hause gekommen.  

Hene: Wir waren eine richtig verschworene Gemeinschaft am Ende. Viele hatten sich ja vorher nicht gekannt.  

Markus: Es waren drei sehr gute italienische Bands da aber die haben leider fast keine Fans mitgebracht.  

Hene: Die ganzen 80er Jahre Stile wie Power Metal und Melodic Metal sollen im Moment da nicht so angesagt sein. Eher Gore und Trash Metal wurde uns gesagt.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Ist 2015 schon ne Tour geplant oder seid ihr für irgendwelche Festivals engagiert?  

Markus: Ne, eigentlich sollte noch was kommen. Wir spielen eine Menge Konzerte in der Schweiz und im April ein Konzert in der Nähe von Stuttgart und eins in der Nähe von Kempten. Wir sind am rotieren, dass da noch einige Konzerte dazukommen.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Seit 1998 fungiert ihr ja als halbes Familienunternehmen – 2008 dann die erste CD „A deep breath of life“ – im letzten Jahr dann mit „King for a day“ die zweite - da die Kritiken ja durchweg positiv ausgefallen sind sollte das ja motivieren. Für mich heißt das rein rechnerisch können wir in ca. 2 Jahren mit dem dritten Longplayer rechnen?  

Hene:  Ich denke schon, wir haben nicht vorgehabt, nach zehn Jahren die erste und weiteren sechs Jahren die zweite, nicht wieder eine Ewigkeit zu warten um eine neue Scheibe raus zu bringen. Aber wie das Leben so spielt, Philip hat sich weitergebildet, die Meisterprüfung und Projektleitung gemacht und ist dadurch beruflich eingespannt. Zwei haben geheiratet. Dies muss alles auch seinen Platz haben. Ich hoffe aber dass wir im übernächsten Jahr mit der neuen Scheibe kommen können.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Wer schreibt die Songs bei CoG?  

Hene: Das ist unterschiedlich. Bei Deep breath of life haben alle in der klassischen Bandzusam-mensetzung mitgearbeitet. Philip, Markus und ich schreiben dann das Gerüst, dann kommt Hungi mit den Soli und den Gitarren Riffs und Marcel mit den Schlagzeug Sachen. Bei King for a day waren alle sehr beschäftigt und mir war langweilig und hab die Apfeltechnik benutzt und etwas selbständig gemacht. Mit meinen etwas beschränkten musikalischen Fähigkeiten war es mir dann geglückt sechs Demos zu produzieren, den Rest haben wir so „zusammen geschustert“..  


SQUEALER-ROCKS.DE: Wie seid ihr selbst zufrieden mit der Scheibe?  

Hene:  Ich persönlich bin immer noch sehr zufrieden. Denke auch mit dem Endprodukt sind wir alle zufrieden. Was bei Deep breath einfacher war, war die ganze Produktion, da kam alles aus einem Guss. Es ist alles so gekommen wie es kommen musste. Bei King for a day war es ein harter Weg. Wir mussten einige Rückschläge einstecken und Lehrgeld zahlen. Letztendlich würden wir das Album aber immer noch so machen. Mit den Möglichkeiten die wir haben, haben wir das Maximum rausgeholt.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Von der ersten Scheibe gefällt mir mit am besten „The Lament of the wind“, ein sehr trauriges Lied eigentlich. Gab es einen besonderen Anlass dieses zu schreiben?  

Hene:  Lament oft the wind gehört zu einer Trilogie. Bestehend aus Ikarus, See your Rise und Lament of the wind. Das diese Ikarus Geschichte aufgreift. Der Song gefällt vielen aber wir haben ihn sehr selten live gespielt. Bei den CD Release Shows suchen wir immer was spezielles. Ein Streicher Quartett hat dann den Song live gespielt und Philip dazu Klavier gespielt und ich gesungen. Dazu haben wir uns jetzt überlegt diesen nochmal als Demo zu machen. Bei der CD taufe hat anstelle einer Vorband dieses Streichquartett dann CoG Songs gespielt.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Ihr geht ja alle noch arbeiten. War der Gedanke schon mal da sich nur noch auf die Musik zu konzentrieren?  

Hene:  Mehr als einmal.  

Markus: Der Gedanke ist schon da, aber mit der Finanzierung ist halt schwierig. Ist bei anderen Bands die schon ne Stufe weiter sind als wir dasselbe.  

Hene: Du bist halt keine 20 mehr. Du hast Verantwortung nicht nur dir selber gegenüber sondern auch gegenüber deiner Familie das die ein Dach überm Kopf und Brot auf´m Tisch hat. Ein Traum ist es immer, wer träumt nicht davon.  


SQUEALER-ROCKS.DE: Vielen Dank für das äußerst nette Interview und viel Erfolg in der Zukunft.  

Dieses Review führte Luly "The Beast" für uns, vielen Dank dafür!

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Interview mit Crown of Glory
Squealer-Rocks.de, 24. Juni 2015
        Hene und Markus Muther im Interview mit Matthias (Luly) Walz     
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