Crew Of Glory-Reise die Sechste

2. - 4. März 2018, A.C.H. Event Halle Zweibrücken und Full Metal Osthessen Niederaula

Der erste Tag

Hohe Wellen warf die Ankündigung der sechsten Crew Of Glory-Fahrt. Das Wochenende mit den beiden Konzerten in Zweibrücken und Niederaula waren innert kürzester Zeit ausgebucht. Die Voraussetzungen für eine Bier-selige Fahrt also optimal. Und die Crew bereute ihre Teilnahme - wie immer - überhaupt nicht. Drei Dinge machten dieses Wochenende in Deutschland sehr speziell: Erstens wurde Bassist Jonas wegen eines längeren Auslandaufenthalts von Firerose-Bassisten Yanick Schaffner vertreten. Zweitens konnte Hausmischer Raffi nicht dabei sein und drittens der starke Schneefall am Freitagabend. Letzterer verhinderte wohl, dass im schönen Zweibrücken neben der Crew mehr als gefühlte zehn Besucher den Weg in die Eventhalle fanden.



Zusammen mit der 50-köpfigen Crew of Glory kam aber bereits bei den Crew-Lieblingen Surrender The Crown etwas Stimmung auf. Bevor es soweit war, erfuhr man von Fahrt-Organisator und Gitarrist Kusi, dass es in den Tagen vor Tourstart einige Ab- und zum Glück Anmeldungen gab. Der organisierte Bus wirkte deshalb trotz der) Turbulenzen ziemlich voll. Mit hellseherischen Fähigkeiten hatten Crown Of Glory Band- Schals anfertigen lassen und diese der Crew verteilt. Diese Halswärmer konnte man in der Zweibrücker-Halle brauchen, da sie nur schlecht beheizt war. Gerüchteweise wurden beim Soundcheck gar Frostrosen an den Fenstern gesichtet. Zweibrücken selber entpuppte sich als niedliches Städtchen, welches scheinbar für seine Rosenzuchten weltweit bekannt ist. Davon sah man Anfang März natürlich wenig. Und wer vom Hotel aus in die falsche Richtung lief, verpasste das in unmittelbare Nähe gelegene schmucke Städtchen. Dass das „Dorf“ 30 000 Einwohner zählte, erstaunte dann doch sehr.


Die A.C.H. Event Halle entpuppte sich eher als Club denn als Halle. Die dortige Crew schenkte freundlich Getränke aus. Das „lange“ Konzert von Crown Of Glory wärmte dann die in Winterjacken gekleideten Fans etwas. Soundmässig vermisste man aber spätestens jetzt Mischer Raffi. Yannick wirkte noch etwas unsicher, lächelte aber sympathisch und konnte so zusammen mit der Band auch die „neuen“ Zuhörer überzeugen.
    

Der zweite Tag

Der zweite Tag versprach wärmere Temperaturen, weniger Schnee und ein Festival mit sechs Bands und damit mehr Zuschauer. Die Fahrt vom pfälzischen Zweibrücken ins osthessische Niederaula verlief sehr ruhig. Die Crew wurde in einem Seehotel einquartiert. Hier war erstmals ausruhen angesagt. Wobei sich das Hotelteam wahlweise als äusserst flexibel oder inkonsequent herausstellte. Wer bei der Rezeption nachfragte, erfuhr, dass die Küche erst ab 18 Uhr offen sei. Wer einfach ins Restaurant sass, konnte gleich bestellen und essen. Ähnlich verhielt es sich bei der Heimkehr nach dem Konzert. Nach der „letzten Runde“ um Mitternacht folgten gerüchteweise bis vier Uhr noch weitere letzte Runden.
In Niederaula täuschte der „kaffige“ Eindruck für einmal nicht. Auf einer Fläche von 36 km2 wohnen hier laut Wikipedia rund 4000 Personen. Die Metaller sind hier sympathisch und bodenständig. Aber auch die Bedienung und der Koch im Restaurant neben der Eventhalle wirken sehr urchig. Beste Voraussetzungen also für einen gelungenen Konzertabend. Und tatsächlich zog das Full Metal Osthessen-Festival deutlich mehr Personen an als der Vorabend. Neben Crown Of Glory spielten noch Ra, Existence, Stairway, Visigoth und ShadowKeep. Und fast jede fand in der Crew ihre Liebhaber. Die Amerikaner Visigoth begeisterten zum Beispiel mit rifflastigem Heavy Metal und einem Sänger, der von Ansage zu Ansage heiserer wurde und trotzdem extrem sauber sang. Crown Of Glory spielten ein durchwachsenes Konzert. Während sich Gitarrist Kusi kaum hörte und entsprechend viele Fehler produzierte, schien sich Yanick immer wohler zu fühlen. Zumal er immer besser mit Gitarrist Hungi harmoniert. Vor der Bühne konnte man indessen aussuchen, welcher Gitarre man lieber zuhören möchte. Links hörte man Kusi, rechts fast ausschliesslich Hungi. Trotzdem konnten Crown Of Glory auch hier neue Fans gewinnen. Und die Crew geht mit ihren Lieblingen sowieso durch dick und dünn.

  



Auf der langen Sonntagsfahrt zurück in die Schweiz war das übliche Ausnüchtern und „Schlafnachholen“ angesagt. Letzte Freundschaften wurden geschlossen und gestärkt. Adressen und Telefonnummern ausgetauscht. Alle sind müde, aber zufrieden zu Hause angekommen.

 Special Thanks

Abschliessend dankt die Crew of Glory für das unvergessliche Wochenende. Ein riesen Dankeschön an alle, welche an der Organisation mitgeholfen haben.

Allen Voran Markus Muther und Tanja Gabi für die ganze Organisation. Sie haben dies wieder perfekt organisiert. Yannick Schaffner - er hat einmal mehr Mr. Jones sehr gut vertreten und gewinnt immer mehr an Sicherheit in seinem Auftritt. Auch dem Busfahrer gilt ein grosses Dankeschön,  er hat uns sicher und unfallfrei durch das Wochenende chauffiert  und gesund wieder nach Hause gebracht.

Es war erneut eine Freude, liebe Band und Crew. Auf ein nächsten Mal – und das möglichst bald!
Livereview Crown of Glory
ACH-Eventhalle Zweibrücken und Full Metal Festival Osthessen, 2. - 4. März 2018
By Roger Wetli, Konzertfoto Karin Safi
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