Ramstein und Fussball

Ab nach Hause ging es an der siebten Crown Of Glory-Fanreise. Das Sicking High Rock-Festival wurde vor zwei Jahren von Matthias Luly Walz ins Leben gerufen, weil er in seinem Dorf unbedingt mal seine absolute und schönste Lieblingsband live hören wollte. Luly gewann einen örtlichen Verein dazu. Da der junge Mann aber noch andere Bands dufte findet, entstand daraus gleich ein familiäres, überschaubares Festival mit einer Bühne.  Der Weselberg ist somit die zweite inoffizielle Heimat von Crown Of Glory.

Dabei hatte die Band zwei Neuigkeiten zu verkünden. Erstens ist Bassist Jonas wieder zurück an Bord. Zweites bestand Schlagzeuger Lukas seine Feuertaufe auf einer etwas grösseren Bühne (ein kleineres Konzert spielte er bereits vorher). Dass dabei musikalisch noch ein paar Schrauben angezogen und justiert werden müssen versteht sich von selber. Der guten Stimmung vor der Bühne konnten diese Unsicherheiten aber nichts anhaben. Da feierte der Fanbus zusammen mit den deutschen Anhängern. Und ja, man konnte einige Wiederholungstäter von den deutschen Konzerten der vergangenen Jahre ausmachen. Somit war die prominente Auftrittszeit um 21 Uhr durchaus gerechtfertigt. Und dies, obwohl mit The Unity anschliessend gestandenere Musiker auf der Bühne standen, die im Falle von Gitarrist Henjo Richter und Schlagzeuger Micheal Ehré durch ihr teils langjähriges Engagement bei Gamma Ray gewisse Bekanntheit geniessen. Crown Of Glory spielten gegen einen in Deutschland übermächtigen Gegner: Die deutsche Fussballnationalmannschaft. Diese kämpfte gegen Schweden und gewann in der 95. Minute. Der Sieger am Sicking High Rock-Festival war allerdings Crown Of Glory. Scheinbar interessieren sich doch nicht alle Deutschen mehr für Fussball als für Heavy Metal. Der Endstand in diesem „Spiel“ war sicher ein veritables 1:3 für die Schweizer. Da der Luly kürzlich seine Marion geheiratet hatte, widmeten die Crownis den beiden den Glory-Hit „The Lament Of The Wind“. Somit siegte an diesem Abend also definitiv nicht der Fuss(ball) sondern das (Fan)Herz.

Was hätte am Sicking High ohne Schweizer Beteiligung gefehlt? Wenig und doch viel! Denn  auch ohne „glorische“ Herrschaften konnte das Festival mit einer guten Bandauswahl punkten. Aus zeitlichen Gründen verpasste unsere Fanfahrt allerdings „Rock Meets Brass“ und eine Saxon-Cover-Band. Bei den Lokalhelden „Hammer King“ war die Crew aber dabei und wurde Zeugen von einer kochenden StimUnd ja, da war ja noch was von Ramstein. Nein, nicht die Band. Sondern der Ort in der Nähe des Weselbergs. Er ist laut Wikipedia „die personell größte Einrichtung der US Air Force außerhalb der Vereinigten Staaten“. Die Band mit Crew hatte aber kein Interesse an Kriegspielen, sondern übernachtete lediglich in einem Hotel in einem Vorort von Ramstein. Wenn es aktuell also noch nicht ins Vorprogramm der Millionen-Band reicht, dann wenigstens ins Hotel des fast gleichnamigen Ortes. Die erste „nur“ zweitägige Fanreise war wieder ein toller Erfolg. Freundschaften wurden gestärkt, neue geschlossen. Wir freuen uns auf den nächsten Trip. Der ist schon sehr bald - Mitte August - und geht wieder nach Deutschland ans Rhön Rock. Und ratet mal, wer am Samstagabend zusammen mit den Crownis spielt! Fast-Rammstein „Stahlzeit“! Macht also zweimal Ram(m)stein innerhalb kurzer Zeit. Wo ist der entlohnte Support für das Original? enern Tarchon Fist. Crown Of Glory spielten mit diesen bereits auf ihrer ersten Fanreise in Modena und Brescia. Tarchon Fist nehmen sich die Freiheit, von Lied zu Lied zwischen Hard Rock und Heavy Metal (teilweise mit Iron Maiden-Schlagseite) zu wechseln. Dazu kommt ein äusserst fanfreundliches Auftreten. Dass ausgezeichnete Musiker nicht unbedingt starke Lieder schreiben müssen, bestätigte sich bei Gloryful. Ich anerkenne zwar die musikalische Qualität, das Songwriting empfand ich aber mit Abstand als das Schlechteste des ganzen Abends.

Promofilm Rockstation
 



Ein fimischer Rückblick/Doku
 



Und ja, da war ja noch was von Ramstein. Nein, nicht die Band. Sondern der Ort in der Nähe des Weselbergs. Er ist laut Wikipedia „die personell größte Einrichtung der US Air Force außerhalb der Vereinigten Staaten“. Die Band mit Crew hatte aber kein Interesse an Kriegspielen, sondern übernachtete lediglich in einem Hotel in einem Vorort von Ramstein. Wenn es aktuell also noch nicht ins Vorprogramm der Millionen-Band reicht, dann wenigstens ins Hotel des fast gleichnamigen Ortes. Die erste „nur“ zweitägige Fanreise war wieder ein toller Erfolg. Freundschaften wurden gestärkt, neue geschlossen. Wir freuen uns auf den nächsten Trip. Der ist schon sehr bald - Mitte August - und geht wieder nach Deutschland ans Rhön Rock. Und ratet mal, wer am Samstagabend zusammen mit den Crownis spielt! Fast-Rammstein „Stahlzeit“! Macht also zweimal Ram(m)stein innerhalb kurzer Zeit. Wo ist der entlohnte Support für das Original?  





Livereview Crown of Glory
Sicking High Rock, Weselberg, 23. Juni 2018
By Roger Wetli, Konzertfoto Karin Safi
Presseseite                                                                                                                                                                              Home